Regelmäßig finden für unsere Atemschutzgeräteträger Übungen unter Einsatzbedingungen statt. Dazu fahren wir
nach Wankendorf oder Rendsburg. In Wankendorf steht uns ein mit Holz befeuerter Brandübungscontainer zur
Verfügung. Hier kann von der Wärmegewöhnung bis zum Flash-Over-Training (Flash Over = Raumdurchzündung)
alles stattfinden. Dieses Jahr lag der Focus unserer Übungen auf dem Vorgehen in den Brandraum.
Die Trupps haben die Türöffnung mithilfe von Bandschlinge und Feuerwehraxt, das Löschen mit dem Hohlstrahlrohr,
die Kommunikation im Brandeinsatz sowie den Rückzug geübt.
„Üben unter Einsatzbedingungen“.
Anschließend verteilen sich die Kameraden auf die verschiedenen Ausbildungsstationen.
Ein Beispiel aus der Praxis: Das Großthema „Tür- und Fensteröffnung“ wurde am Bülker Huk in den Stationen
„Türöffnung mit dem Halligan Tool“, „Türöffnung mit Ziehfix Glocke“ und „Fensteröffnung“ eingeteilt.
Unsere neu ausgebildeten Atemschutzgeräteträger haben direkt nach dem Absolvieren des Lehrgangs in
Rendsburg bereits zwei intensive Einweisungen, über die regulären Übungsabende hinaus, auf unser LF und die
Geräte erhalten sowie das Vorgehen beim Türöffnen und die Strahlrohrbedienung eingeübt. Für die neu
ausgebildeten Maschinisten findet eine vertiefende Übung an der Pumpe des LF 16 statt.
Ausbildung wird bei uns groß geschrieben.
An den jeweiligen Stationen führt dann jeder Kamerad die Abläufe und Handgriffe durch,
ein Rumstehen kommt bei uns nicht auf!
Darüber hinaus finden spezielle, spontan einberufene Übungseinheiten für die
neuen Funktionsträger oder zur Auffrischung statt.
Übung mit der Schaumübungsanlage.
Die Anlage steht in einem Maßstab 1:24 zur Aus- und Fortbildung zur Verfügung.
Dazu kamen zwei Kameraden des Kreises, die als Ausbilder fungierten. Zunächst wurden die Mitglieder
der Feuerwehr Strande über die Geräte zum Schaumeinsatz aufgeklärt und deren Anwendung durch die Ausbilder
erläutert. Danach ging es an das praktische Üben. Es wurden zwei Mini Silos in einer Wanne mit Benzin
angezündet und diese mussten mit sehr kleinen Schaumstrahlrohren, aus dem das Schaumlöschmittel
heraus kam, gelöscht werden. Die Ausbildung hatte den Sinn, die richtige Anwendung mit Schaum zu erlernen und
ein Gefühl dafür zu bekommen, mit den Löschgeräten zu arbeiten.
Die Ausbildung fand mit der Schaumübungsanlage des Kreisfeuerwehrverbandes Rendsburg-Eckernförde statt.
1. Türöffnung:
Denn relativ häufig bekommen wir das Einsatzstichwort `Hilflose Person hinter verschlossener Tür`
bereitgestellt werden?
Vor diesen beiden Übungen gab es eine Nachbesprechung zu den zahlreichen Einsätzen
hat der Sturm neben Millionenschäden auch Todesopfer und Verletzte gefordert.
(Orkan Christian). Im Norden rückten die Feuerwehren über 3600 mal aus und leider
Wir in der Strander Wehr sind erfolgreich dazu übergegangen, an den Übungsabenden in kleinen Gruppen
auszubilden. Bei den Kameraden findet dieses Vorgehen großen Zuspruch, da die Übungsintensität zunimmt und
jede/r mehr Möglichkeiten zum Üben hat. Generell versuchen wir, den Übungsabend mit einem sogenannten
10-Minuten-Thema, einer wiederholenden Kurzeinheit, zu eröffnen. Hier werden beispielsweise die Funkgeräte
(drei verschiedene Modelle) samt Einstellung, Kanalwechsel und Funkdisziplin oder das 4-m-Band
(Funkgerät im LF) oder der Rauchschutzvorhang usw. kurz und knapp in Erinnerung gerufen.
2. Gerätekunde (Theorie und Praxis):
Welche technischen Hilfsmittel müssen schnellstmöglich bei einem schweren Verkehrsunfall
Für Ihre Sicherheit geübt:
Die beiden Themen Atemschutz und Unfallverhütungsvorschriften wurden intensiv unterrichtet.
diese beiden Dinge `im Schlaf beherrscht werden`.
Um entsprechende Einsätze erfolgreich durchführen zu können, müssen u. a.
Für Ihre Sicherheit wurden unsere Atemschutzgeräteträger im Brandcontainer in Wankendorf praktisch
ausgebildet. Diese Übung ist `unlike any other`, weil ein Löscheinsatz nahezu realitätsgetreu simuliert wird.
Die Fotos machen es deutlich.
Wir werden jährlich darin trainiert, die möglicherweise zusätzlich auftretenden
Gefahren an der Einsatzstelle schnell zu erkennen und entsprechend präventiv zu reagieren. Die vorgefundene
Lage darf sich unter keinen Umständen noch verschlimmern und deshalb ist `kühles`, analytisches Denken
absolut erforderlich. Beispielsweise muss manchmal nicht nur der Gebäudebrand an sich bekämpft, sondern ebenso
die Ausbreitung des Feuers auf das Nachbargebäude verhindert werden.
Zahlreiche Kameradinnen und Kameraden haben einen zeitintensiven, theoretischen Kurs zum Thema
`Kettensäge` besucht.
Die beiden schweren Stürme (Christian und Xaver) aus jüngster Vergangenheit haben deutlich gemacht,
wie entscheidend es ist, den fachgerechten Umgang mit der Kettensäge zu beherrschen.
Auf die Straße gestürzte Bäume müssen selbstverständlich zunächst zersägt werden,
Für Ihre Sicherheit wurde das `kleine Einmaleins` der Feuerwehr ausführlich wiederholt:
Welche Brandklassen gibt es und welches Löschmittel ist optimal geeignet, um einen bestimmten Brand zu
bekämpfen. Brände fester, flüssiger oder gasförmiger Stoffe beschreiben beispielsweise einige dieser Brandklassen.
Löschmittel sind u. a. natürlich Wasser, aber auch Schaum, Kohlenstoffdioxid und einige mehr. Jeder Kamerad
erwirbt diese Kenntnisse zwar in der Grundausbildung, aber eine regelmäßige Wiederholung ist angezeigt, damit
niemand jemals diese essenziellen Lehren vergisst.
damit sie überhaupt entfernt werden können.
Rettungswege freizuräumen ist ohne diese Maschine kaum denkbar.
`Baum droht auf Wohngebäude zu fallen` ist ein nicht seltenes Einsatzstichwort.
Dieser Gefahr kann mit Hilfe der Kettensäge schnell und effektiv begegnet werden.
Atemschutz – eine Gruppe und ihre Übungen
Atemschutz und vor allem die Aus- und Fortbildung der Atemschutzgeräteträger wird bei uns groß geschrieben.
So stehen in unserem Konzept mehrere Bausteine auf dem Programm. Einerseits theoretische Unterrichte und
jährliche Belehrungen, aber vor allem auch ganz viel Praxis. An regulären Übungsabenden gibt es immer wieder
kürzere Übungseinheiten (Anlegen des Gerätes auf Zeit, Ausrüstung prüfen, Belastungsübungen, Türöffnung,
Atemschutznotfalltasche), die in den Übungsablauf integriert werden. Hinzu kommen Übungen mit den
Nachbarwehren Schilksee und Dänischenhagen unter Einsatzbedingungen sowie die gemeinsamen
Ausbildungsabende im Rahmen des Atemschutznotfalltrainings speziell für Atemschutzgeräteträger (Abseilen
von der Gefahrenstelle, Raum absuchen nach einem verunfallten Kameraden, Retten des verunfallten
Kameraden). Aber wir sind auch viel außerhalb unterwegs. Mindestens einmal im Jahr sind alle Atemschutzträger
in Wankendorf zur heißen Übung. Dort gehen wir gemeinsam in den Brandcontainer, vertiefen die Kenntnisse
in Löschtechnik und Vorgehen im Brandraum, und das alles unter Atemschutz, mit Wasser am Schlauch und
körperlicher Arbeit. Dieses Jahr waren wir gemeinsam mit der FF Schilksee in Neustadt zu einer Ausbildung
„Schiffsbrandbekämpfung“. Auf dem Programm standen der Umgang mit verschiedenen Feuerlöschern,
Löschtechniken und eine Einsatzübung auf der „Ex-Köln“. Neben den gemeinsamen Ausbildungen ermöglichen wir
den Kameradinnen und Kameraden auch die individuelle Fortbildung beim Atemschutznotfalltraining des Kreises
in Rendsburg oder in der Taktik Innenangriff an der Landesfeuerwehrschule in Harrislee.
Neben den regulären Diensten sind
themenzentrierte Wochenendübungen fester
Bestandteil unseres Ausbildungskonzeptes.
Im Oktober stand das Thema „Schwere
Technische Hilfe bei einem Verkehrsunfall“
an. Bei sonnigem Wetter und angenehmen
Außentemperaturen stand der Ausbildung,
in der hauptsächlich Grundlagen vermittelt
werden sollten, nichts mehr im Wege.
Da die Beteiligung erneut sehr hoch war,
wurden zwei Gruppen gebildet, die von den
Kameraden Nolte-Friesel und Keller
angeleitet wurden.
Nach einem kurzen Unterricht ging es
unmittelbar in die Praxisausbildung.
Die erste Station beinhaltete das Sichern
und Stabilisieren von Fahrzeugen (auf allen
vier Rädern stehend und in der Seitenlage).
mit den zur Verfügung stehenden Mitteln
des LF 20 der Feuerwehr Strande. Zum
Einsatz kamen Stab-Pack und Stab-Fast,
sowie diverse Holzkeile.
Die zweite Station beinhaltete unter anderem das Schneiden, Spreizen und Wegdrücken von Fahrzeugteilen
(Türen, Dach, Lenkrad und Vorderwagen) Hier kamen die hydraulische Rettungsschere, der hydraulische Spreizer
und die hydraulisch betriebenen Rettungszylinder zum Einsatz.
Im Weiteren wurden auch Grundlagen aus dem Bereich Fahrzeugaufbau und die korrekte Benennung der einzelnen
Baugruppen besprochen.
Den Abschluss bildete am Nachmittag eine Einsatzübung auf dem Gelände des Klärwerkes Bülk, in der das
Erlernte umgesetzt werden sollte. Ein PKW wurde so deformiert, dass der Fahrer (eine Rettungspuppe) vermeintlich
eingeklemmt war. Die Erkundung ergab die schwersten Einklemmungen im Brust- und Fußbereich. Da das Dach
stark eingedrückt war, befand sich aber auch der Kopf des Fahrers zwischen Nackenstütze und Dach.
Das Fahrzeug wurde sofort stabilisiert und der Patient durch einen Feuerwehrmann ständig betreut. Das Dach des
Fahrzeuges (fahrerseitig) wurde mit einem Rettungszylinder nach oben gedrückt, da die Rücksitzverstellung nicht
mehr funktionierte und so wurde dem Patienten Platz im Kopfbereich geschaffen. Im Verlauf haben die
Feuerwehrleute dann die anderen Einklemmungen beseitigt und der Patient konnte schonend befreit werden.